Coronavirus

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WELTWEITE INFEKTIONEN MIT DEM CORONAVIRUS -TÄGLICH AKTUALISIERTER INFORMATIONSSTAND:

  • Mehr als 500.000 positiv Getestete in Brasilien - Mehr als ein Mio. in Lateinamerika
  • Erste Lockerungen in Moskau in Kraft
  • Schulen in England wieder offen
  • Queen Elizabeth zeigt sich erstmals seit Monaten im Freien
  • Weltberühmter Bazar in Istanbul in Betrieb

S E R V I C E: Informationen zu allgemeinen Fragen bezüglich des Coronavirus gibt es rund um die Uhr bei der Hotline 0800-555-621. Wer Coronavirus-Symptome aufweist oder befürchtet, krank zu sein, soll zu Hause bleiben und unter der Telefonnummer 1450 den Rat der Experten einholen.

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Südafrika hob strikten Alkoholbann wieder auf

Lange Schlangen und Freudentänze vor Südafrikas Spirituosenläden: Nach gut zweimonatigem Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen hat der Kap-Staat am Montag seinen Verkaufsbann für Wein, Bier oder Schnaps aufgehoben. Viele Menschen sagten vor laufender Kamera, dass sie sich bereits ab 6.00 Uhr in die Warteschlangen eingereiht hätten.

Auch im benachbarten Namibia - wo bisher nur 24 Covid-19-Fälle gemeldet sind - wurden mit Ausnahme der Hafenstadt Walvis Bay ebenfalls die Restriktionen gelockert. Der Alkoholverkauf ist dort aber auf den Nachmittag beschränkt.

Die meisten Bereiche der südafrikanischen Wirtschaft wurden ebenso wie die Schulen wieder vorsichtig geöffnet. Da viele Bildungseinrichtungen sich jedoch noch nicht gewappnet fühlten, gingen zunächst nur einige wenige Schulen an den Start. Ausgenommen von Südafrikas Lockerungen der strikten Corona-Restriktionen - von der Stufe vier aufs jetzige Niveau drei - blieb jedoch der Tabakbann. Die Tabakindustrie des Landes geht nun gerichtlich dagegen vor.

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Rumäniens Premier bezahlte Strafe nach Party

Rumäniens Ministerpräsident Ludovic Orban und vier Minister haben Bußgelder bezahlt, weil sie bei einer Geburtstagsfeier des Premiers in dessen Büro keine Corona-Masken getragen hatten. Ein Foto von dieser Szene war öffentlich geworden.

Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Montag berichtete, bezahlte Orban 2.500 Lei (rund 500 Euro) wegen des fehlenden Mund- und Nasenschutzes und 500 Lei, weil er bei der informellen Party auch eine Zigarette geraucht hatte. Eine Strafe in gleicher Höhe musste Außenminister Bogdan Aurescu bezahlen, der sich dabei eine Zigarre gegönnt hatte. Rauchen ist in Rumäniens öffentlichen geschlossenen Räumen seit Jahren verboten. Wegen Corona ist derzeit dort auch ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

Wirtschaftsminister Virgil Popescu und Transportminister Lucian Bode kamen mit geringeren Bußgeldern davon, weil sie ohne Masken, aber auch ohne Tabak mitgefeiert hatten.
Bild: APA/AFP
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Einzelne Spitalsbesuche in OÖ ab Freitag wieder erlaubt

Nachdem Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) Lockerungen für das Besuchsverbot im Gesundheitssystem angekündigt hat, gibt es in Oberösterreich ab Freitag neue Regeln für Besuche. Ein Patient darf demnach täglich von einer Person für eine Stunde Besuch erhalten.

"Es ist uns klar, dass wir im sensiblen Spitalsbereich weiterhin entsprechende Schutzmaßnahmen brauchen, um diese kritische Infrastruktur bestmöglich zu schützen", sagt Gesundheitsreferentin Christine Haberlander. "Gleichzeitig wollen wir aber die Besuchsmöglichkeiten von stationären Patientinnen und Patienten, von Kindern und auf unseren Geburtenstationen lockern. Dies ist unter Einhaltung von klaren Regeln möglich." Konkrete Besuchszeiten in den Nachmittagsstunden werden die Spitäler noch festlegen.

Kinder dürfen ab Freitag dem 5. Juni wieder von beiden Eltern besucht werden, allerdings nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd. Auch frischgebackene Väter können künftig auch nach der Entbindung wieder einmal täglich für eine Stunde auf Besuch kommen.

   Die Schleusen vor den Kliniken bleiben zur Sicherheit der Patienten und des Gesundheitspersonals bestehen. Patienten werden auch weiterhin an den Schleusen auf Symptome untersucht, bevor sie das Krankenhaus betreten dürfen. Auch die Regeln im Ambulanzbetrieb bleiben unverändert: Patienten brauchen einen Termin, den sie pünktlich einhalten sollen. Sie müssen Abstand halten, Maske tragen und die Hände desinfizieren.
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Großer Basar in Istanbul wieder geöffnet

Der berühmte Große Basar von Istanbul ist nach mehr als zwei Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie wieder für Besucher zugänglich. Es öffneten zunächst nur elf der insgesamt 22 Tore des Basars, zudem gilt eine Maskenpflicht.

Der Goldhändler Fatih Lebit sagte: "Wir sind sehr glücklich, das hier ist ein historischer Ort." Es gebe schon am ersten Tag viele Besucher, aber der Basar sei nicht so belebt wie gewöhnlich. "Es sind keine Touristen da", sagte er.

Der Große Basar, der ab dem 15. Jahrhundert gebaut und ausgeweitet wurde, ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in der Türkei. In dem oft dicht bevölkerten Labyrinth aus überdachten Gängen gibt es laut dem Chef des Ladenbesitzer-Verbandes, Hasan Firat, rund 3.600 Läden.
Bild: APA/AFP
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Schulen in England öffnen wieder

Trotz heftiger Kritik haben in Großbritannien einige Schulen nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Rund zwei Millionen Schüler im Alter von vier bis sechs sowie von zehn bis elf Jahren durften laut den Lockerungsbeschlüssen der Regierung von Premierminister Boris Johnson am Montag in England wieder in den Unterricht zurückkehren.

   Kritiker aus dem Bildungsbereich halten die Öffnung jedoch für verfrüht. Die Lehrergewerkschaft National Education Union forderte mehr "fundierte wissenschaftliche Tests und Beweise", um "zu gegebener Zeit wieder zu öffnen". Die Vereinigung von Schul- und College-Direktoren zeigte sich besorgt über "erhebliche logistische Probleme".

"Ich verstehe, dass einige Leute nicht wollen, dass die Schulen schon wieder geöffnet werden. Aber wir müssen vorankommen, und wir müssen auch dafür sorgen, dass unsere Kinder keine Rückschritte machen", sagte Bildungsminister Gavian Wiliamson.
Bild: APA/AFP
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Andere Patienten wegen Covid-19-Fokus weniger behandelt

Die Corona-Pandemie hat die Versorgung von anderweitig Kranken weltweit schwer beeinträchtigt. Das geht aus einer Umfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Mai in 155 Ländern hervor.

Nach der Umfrage mussten 31 Prozent der Länder die Versorgung bei akuten Herz-Kreislauf-Problemen einschränken oder ganz unterbrechen. 42 Prozent beschnitten die Versorgung bei Krebspatienten, 49 Prozent bei Diabetes-Patienten und mehr als die Hälfte konnte die Versorgung bei Menschen mit Bluthochdruck nicht wie sonst aufrechterhalten. Reha-Programme wurden in 63 Prozent der Länder zurückgefahren. Vorsorgeprogramme, etwa zur Erkennung von Brustkrebs, waren auch betroffen. Besonders stark waren die Einschnitte in Ländern mit niedrigen Einkommen.

In den meisten Fällen wurden Termine abgesagt, weil Personal für die Behandlung von Covid-19-Patienten abgezogen wurde, oder weil Menschen wegen der Ausgehbeschränkungen nicht zu Terminen kommen konnten. An nicht übertragbaren Krankheiten sterben nach Schätzungen der WHO jedes Jahr 41 Millionen Menschen. Das sind 71 Prozent der Todesfälle weltweit.

"Länder müssen innovative Lösungen finden, um während des Kampfes gegen Covid-19 die wichtigen Gesundheitsdienste auch bei nicht übertragbaren Krankheiten aufrechtzuerhalten", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag.
Bild: APA/AFP
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Kommunalpolitiker im Uniklinikum St. Pölten gestorben

Im Universitätsklinikum St. Pölten hat es einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Es handelte sich um einen 1966 geborenen Mann, teilte die Landeskliniken-Holding mit. Wie die "NÖN" online berichteten, ist der Verstorbene ein ehemaliger Kommunalpolitiker. Die Zahl der Covid-19-Toten in Niederösterreichs Spitälern erhöhte sich damit auf 98.
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Infizierter belgischer Prinz nach Skandal-Party reuig

Ein positiv auf Corona getesteter Neffe von Belgiens König Philippe hat sich in Spanien nach seiner Teilnahme an einer wegen der Pandemie illegalen Party entschuldigt. "Ich bereue meine Handlungen zutiefst und akzeptiere die Konsequenzen", schrieb Prinz Joachim in einer Mitteilung an spanische Medien.

Die spanischen Behörden leiteten wegen des Verdachts auf Verstoß gegen die Corona-Bestimmungen bereits Ermittlungen ein. Joachim hatte am Dienstag voriger Woche im südspanischen Cordoba an einer Feier einer Familie teilgenommen, die nach Angaben der spanischen Behörden insgesamt 27 Teilnehmer hatte. Zu dem Zeitpunkt waren in der Region Andalusien wegen des Virus nur Zusammenkünfte von maximal 15 Personen zulässig. Am Tag nach der Feier bekam er Symptome und einen Tag später, am 28. Mai, wurde er positiv auf das Coronavirus getestet.

Seit dem 15. Mai müssen sich alle aus dem Ausland einreisenden Menschen in Spanien einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen, was der Prinz offenbar nicht tat. Zudem sind die Umstände von Joachims Einreise noch unklar, denn bis zum 1. Juli darf man in Spanien nur einreisen, wenn man im Land einen Erstwohnsitz hat oder wichtige berufliche Gründe vorweisen kann. Der Palast in Brüssel betonte, es habe sich um eine Dienstreise zu einem Praktikum gehandelt.

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Keine weiteren Fälle in Amazon-Verteilzentrum in NÖ

Die Auswertung der bei der Belegschaft sowie im Umfeld des Amazon-Verteilzentrums in Großebersdorf (Bezirk Mistelbach) durchgeführten Coronavirus-Tests hat am Montag keine weiteren Infizierten zutage gebracht. Von 21 der insgesamt 1.009 Untersuchungen ist das Ergebnis noch ausständig, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).

Damit blieb es vorerst bei acht Infizierten im niederösterreichischen Verteilzentrum des Internet-Riesen. Die Fälle waren allesamt am Sonntag bekannt geworden. Bei den Infizierten handelt es sich um Personen, die in Wien gemeldet sind, wodurch die Kompetenz für den Erlass von Absonderungs- bzw. Quarantänemaßnahmen bei der Bundeshauptstadt liege.
Bild: APA/Techt
In Summe war die Situation in Großebersdorf bisher weit weniger ausufernd, als dies bei den Wien-Niederösterreich-Clusters mit zwei Post-Standorten der Fall war: Im Postzentrum in Wien-Inzersdorf und dem Logistikzentrum im niederösterreichischen Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) waren Dutzende Beschäftigte erkrankt waren bzw. sind. Allein bei den Fällen mit Wien-Wohnsitz wurden in Inzersdorf 72 Infizierte und in Hagenbrunn 66 Infizierte registriert.

An beiden Standorten waren insgesamt circa 300 weitere Mitarbeiter unter Quarantäne, da sie als Kontaktpersonen gegolten haben. Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, hat das Bundesheer ab Mitte des Vormonats an beiden Post-Standorten die Arbeit übernommen. Am vergangenen Samstag endete im Postverteilerzentrum Hagenbrunn dann der Unterstützungs-Einsatz des Bundesheeres.

Anfang Juni soll die Paketverteilung in Ostösterreich wieder in den Regelbetrieb übergehen, hieß es von der Post. Personalfirmen würden weiterhin "bei absoluten Spitzenzeiten" zur Verstärkung eingesetzt.
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Fallzahl steigt in Lateinamerika auf über eine Million

In Lateinamerika und der Karibik ist die Zahl der Corona-Infektionen auf über eine Million gestiegen. Seit Beginn der Pandemie steckten sich 1.016.828 Menschen in der Region mit dem neuartigen Virus an, die Hälfte davon in Brasilien, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Sonntag hervorgeht. Brasilien weist mit rund 30.000 Toten außerdem die vierthöchste Todesrate der Welt auf.

Peru meldete unterdessen am Sonntag einen starken Anstieg der Infektionen: Trotz seit Wochen andauernder Ausgangsbeschränkungen registrierten die Behörden 8.800 neue Fälle innerhalb eines Tages. Das Land ist den Infektionszahlen zufolge nach Brasilien am stärksten von der Gesundheitskrise betroffen. Bisher starben in dem südamerikanischen Land mehr als 4.500 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.
Bild: APA/AFP
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