Achtelfinale der Fußball-EM: Italien - Österreich

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Schlusspfiff - Italien gewinnt 2:1 nach Verlängerung  
Eine wirklich starke Leistung der Österreicher bleibt unbelohnt, EM-Mitfavorit Italien wurde bis zur letzten Minute gefordert. In Summe geht der Sieg wohl in Ordnung, aber der Favorit ist heute deutlich ins Wanken geraten. Alaba und Co kann man zu dieser Leistung wirklich gratulieren! Damit verabschiedet sich der Liveticker - Gute Nacht!   
credit: APA/AFP/POOL/Laurence Griffiths
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                                                               2      :      1  nach Verlängerung
Tore: Chiesa (95.), Pessina (105.) bzw. Kalajdcic (114.) 
Aufstellung Österreich: Bachmann - Lainer (114. Trimmel), Dragovic, Hinteregger, Alaba - X. Schlager (106. Gregoritsch), Grillitsch (106. Schaub) - Laimer, Sabitzer, Baumgartner (90. Schöpf)- Arnautovic (97. Kaljadcic)

Aufstellung Italien: Donnarumma - Di Lorenzo, Bonucci, Acerbi, Spinazzola - Barella (67. Pessina), Jorginho, Verratti (67. Locatelli) - Berardi (84. Chiesa), Immobile (84. Belotti), Insigne (108. Crisante)
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Teamchef Foda stolz und enttäuscht
credit: APA/AFP
"Wir sind alle enttäuscht, das ist klar nach so einem Spiel. Gerade nach 90 Minuten hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel für uns entscheiden können. Wir haben toll gespielt, selbst nach dem 0:2 nie aufgegeben und nach dem 1:2 noch Chancen gehabt. Man hat gesehen, die Mannschaft hat an sich geglaubt, ganz Österreich kann auf dieses Nationalteam sehr stolz sein. Am Anfang wollten wir etwas höher attackieren, aber das italienische Nationalteam war zu stark, konnte sich immer wieder aus Pressingsituationen lösen. Zur Pause haben wir dann besprochen, etwas tiefer zu stehen und die Kontersituationen besser auszuspielen. Die zweite Halbzeit war richtig gut, wir hatten ein super Positionsspiel, der Gegner ist tief gestanden, hat nicht mehr so früh attackiert. Letztendlich können wir uns nichts darum kaufen, auch wenn ich nach einem Spiel noch nie so viele Komplimente bekommen habe. Letztendlich sind wir ausgeschieden.

Unter dem Strich bleibt, wir wollten unbedingt ins Achtelfinale kommen, das bleibt hängen. Alle Kritiker können jetzt einmal für zwei, drei Wochen ruhig sein. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie richtig gut Fußball spielen kann, innerhalb der Mannschaft eine richtig gute Stimmung herrscht und ein absoluter Teamspirit vorhanden ist."
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Italiens Teamchef Mancini findet lobende Worte für das ÖFB-Team
credit: APA/AFP/POOL/Ben STANSALL
"Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte dominiert, in der zweiten hatten wir gewisse Probleme. Wir wussten, dass Österreich eine schwer zu spielende Mannschaft ist. Sie haben gut gepresst, sie haben es uns nicht einfach gemacht. Österreich kann dir wirklich Schwierigkeiten bereiten. Wenn wir in der ersten Hälfte ein Tor erzielt hätten, wäre es leichter gewesen. Wir mussten leiden am Ende. Es war ein Vorteil für uns, mit Spielern von der Bank das Spiel drehen zu können."

Über Österreich: "Ich habe die Österreicher ein bisschen mit den Schweizern verglichen. Sie haben sehr gute Spieler, sind sehr aggressiv - Österreich vielleicht sogar noch mehr als die Schweizer. Sie lassen dich nicht wirklich ins Spiel kommen, das hat uns schon Probleme bereitet. Viele haben gedacht, es wird vielleicht ein einfaches Spiel. Es ist aber nicht einfach gegen Österreich, sie setzen dich unter Druck. Vielleicht ist das erste Spiel in der K.o.-Phase sogar schwerer als das zweite."
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Leonardo Spinazzola "Man of the Match" 
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Marko Arnautovic wird wohl kein Freund mehr des VAR-Systems
credit: APA/AFP/POOL/Frank Augstein
"Keine Ahnung, was ich dazu sagen soll. Schwer Worte zu finden. Ich denke, wenn ein Quäntchen Glück auf unserer Seite ist, ist das Spiel nach 90 Minuten vorbei und wir sind weiter. Wir haben schon oft genug diskutiert wegen dieser VAR-Geschichte: man kann sich nicht mehr freuen, man muss immer warten, bis irgendwelche Leute irgendwas entscheiden, ob das Abseits ist, oder ein Tor ist, oder ein Foul ist. Das hat mit Fußball gar nichts mehr zu tun, aber wir müssen das akzeptieren, für mich persönlich ist es extrem schwer. Weil ich glaube nicht, dass sie zurückgekommen wären nach diesem 1:0. Wir wissen, dass sie ihre Qualitäten haben, dass sie, sie rausgespielt haben, dass das ein starker Gegner ist, aber... Letztendlich waren wir sehr gut drauf, aber am Ende hat das Glück gefehlt.

Man hat gesehen, dass sie hinten extrem offen waren. Wir sind auch zu Chancen gekommen, wir hätten es ein paar Mal besser rausspielen können, dann wären wir natürlich gefährlicher gewesen. Aber ich muss ein großes Kompliment an die Mannschaft geben und an alle die dabei waren bei dieser Euro. Es ist schon ein Wahnsinn, dass wir hier stehen und es so knapp war.

Fazit ist, dass wir zufrieden sein können. Aber ich bin nicht zufrieden. Ich wollte auch ins Viertelfinale, ich denke, das wollten wir alle. Wenn du die Gesichter von allen siehst, sieht man, dass keiner zufrieden, dass wir jetzt nach Hause gehen."
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Weitere Stimmen zum Spiel
credit: APA/AFP/POOL/JUSTIN TALLIS
Sasa Kalajdzic: "Es ist nicht nur eines der grausamsten Spiele meiner Karriere, sondern für Fußball-Österreich ein absolut bitteres und unverdient. Eigentlich hätten wir gewonnen, wenn nicht Marko mit dem Zeh im Abseits gestanden wäre. Wir haben versucht, ein Tor zu schießen, sie haben uns ausgekontert. Es war kein verdienter Sieg Italiens, wir waren mindestens ebenbürtig. Es war toller Fußball. Jeder einzelne Österreicher kann stolz sein auf die Leistung. Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Nach dem 0:1 waren wir komplett offen, sie haben es ausgenutzt. Wir hätten uns ein Elfmeterschießen verdient. Kleinigkeiten haben es entschieden."
credit: APA/AFP/POOL/Catherine Ivill
David Alaba: "Das in Worte zu fassen, ist im Moment gerade wirklich nicht einfach. Wir können stolz auf uns sein, auch Österreich kann stolz auf uns sein. Letzten Endes wurden wir für diese Leistung, diese komplette Endrunde nicht belohnt. Das ist sehr bitter. Wenn man sich das Spiel heute anschaut, dass tut sehr weh.

Ich habe das 1:0 von uns noch gar nicht gesehen, ich weiß nicht, wie viel der im Abseits war. Das passt alles zusammen, wenn wir mit 1:0 in Führung gehen, bringen wir das nach Hause. Italien bringt eine Qualität mit, aber man hat auch gesehen, dass sie mit der Zeit immer mehr Respekt vor uns hatten. Wir haben Mut und Willen bewiesen, die Einstellung hat zu 100 Prozent gepasst. Da geht es um Kleinigkeiten, die ein, zwei Prozent haben gefehlt.

Wir hatten gute Lösungen, zwei, drei Spielsysteme, die wir angewendet haben. Wir haben gemerkt, dass die Italiener nervöser wurden, sie bis zu einer gewissen Zone kommen haben lassen, dann nicht vorbeigekommen sind. Man hat gesehen, dass wir auch unsere Chancen haben."
Florian Grillitsch: "Momentan sind wir sehr enttäuscht, weil wir die Italiener am Rande einer Niederlage hatten. Kleine Prozentpunkte haben gefehlt. Bitter, dass das Tor von Marko ganz knapp Abseits war. Es überwiegt die Enttäuschung, aber wir können auch richtig stolz sein, wir haben gegen sehr gute Italiener sehr gut mitgehalten. Jetzt stehen wir mit leeren Händen da, das ist natürlich bitter. Aber jetzt wissen die Italiener, dass wir Österreicher auch Fußball spielen können. Das Spiel war enorm kräftezehrend."
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Zum Abschluss gab's noch einen Großgruppenkreis
credit: APA/AFP/POOL/JUSTIN TALLIS
Applaus für die Fans
Applaus für die Fans   credit: APA/AFP/POOL/Catherine Ivill
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Trainerbilder ohne Worte
credit: APA/AFP/POOL/Catherine Ivill
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Ein toller Fußballabend für alle Fans war das allemal
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Italien seit 31 Spielen ungeschlagen 
credit: APA/AFP/POOL/JUSTIN TALLIS
Allerdings kassierten sie nach 1.169 Minuten erstmals wieder einen Gegentreffer. Ihr Gegner im Viertelfinale am Freitag in München ist der Sieger des Duells zwischen Belgien und Portugal am Sonntag.
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Nur eine Minute Nachspielzeit - Italien hat einen Freistoß in der eigenen Hälfte
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